9-Minuten-Putting-Plan für den Putting Circuit Trainer

9-Minuten-Putting-Plan · Putting Circuit Trainer · goalf.de

Drei Platten des Putting Circuit Trainers nebeneinander auf einem Teppich im Wohnzimmer, daneben Putter und Bälle

Wofür ist der Plan? Viele Putt-Einheiten laufen gleich ab: ein paar Bälle rollen, nach einem Fehlputt etwas ändern, weiterputten. Der Putting Circuit Trainer gibt dir dafür einen festen Ablauf. Drei Platten, drei Aufgaben, je drei Minuten. Danach puttest du ein paar Bälle ohne Gerät, damit das neue Gefühl mit auf den Platz kommt.

Was du brauchst: die drei Platten, deinen eigenen Putter, drei bis fünf Bälle und ein Ziel, zum Beispiel ein Loch, einen umgelegten Becher oder eine Münze. Drinnen steckst du die mitgelieferten Indoor Putting Posts in die Löcher, draußen Tees. Stell dir am Handy einen Timer auf drei Minuten.

Spiegel-Platte des Putting Circuit Trainers von oben
1 Spiegel: Setup
Blaue Platte des Putting Circuit Trainers von oben
2 Blau: Treffmoment
Gelbe Platte des Putting Circuit Trainers von oben
3 Gelb: Bewegung

Sofort starten – auch wenn dein Circuit Trainer noch unterwegs ist (oder du noch keinen hast)

Den Ablauf kannst du heute schon provisorisch üben:

  • Station 1: Ein kleiner Handspiegel liegt unter dem Ball. Prüfe, ob sich deine Augen über dem Ball spiegeln.
  • Station 2: Zwei Tees oder Münzen knapp neben Spitze und Ferse deines Putters bilden das Tor.
  • Station 3: Ein Schuh hinter dem Putter begrenzt das Ausholen.

Ehrlich gesagt: Handspiegel und Tees zeigen grobe Fehler, mehr nicht. Ob deine Schultern parallel stehen, ob der Putter auf einem gleichmäßigen Bogen schwingt und ob die Schlagfläche im Treffmoment gerade ist, zeigen sie nicht. Der Putting Circuit Trainer hat dafür feste Linien, einen Spiegel und Löcher und Schlitze an genau den richtigen Stellen. Die Tore stehen jedes Mal gleich, so vergleichst du die Einheiten untereinander.

Aufbau in einer Minute

  1. Lege die drei Platten nebeneinander, mit etwas Platz dazwischen. Die Mittellinien zeigen jeweils auf ein Ziel.
  2. Für die blaue Platte brauchst du ein Ziel in rund 2,5 Metern, für die gelbe eines in rund 2 Metern. Ein Becher oder eine Münze reicht.
  3. Leg die Posts oder Tees bereit. Du steckst sie erst, wenn die Übung es sagt.
Aufbau des 9-Minuten-Plans: drei Platten nebeneinander, Spiegel, Blau und Gelb mit je drei Minuten, danach Putts ohne Gerät zum Ziel.

Die Zeichnungen zeigen die Platten von oben für Rechtshänder, vereinfacht und nicht maßstäblich. Das Ziel liegt links, du stehst unten. Für Linkshänder gilt alles spiegelverkehrt, Spiegel- und gelbe Platte haben dafür eigene Markierungen. Die Anleitung für jede Übung steht zusätzlich auf der Rückseite der Platte.

Station 1: Spiegel-Platte – dein Setup 3 Min.

Hier prüfst du, wie du über dem Ball stehst. Je Minute eine Aufgabe, je fünf Putts.

  • Minute 1: Augen über der Linie. Leg den Ball auf die Mittellinie und nimm deinen Stand ein. Im Spiegel siehst du deine Augen. Sie sollten genau über der Linie stehen oder ein kleines Stück innen, näher an deinem Körper. Putte fünf Bälle aus genau dieser Haltung.
    Das trainierst du
    • Eine Augenposition, die du jeden Tag gleich einnimmst
    • Du siehst die Ziellinie so, wie der Ball sie rollt
    Spiegel-Platte von oben. Der Ball liegt auf der Mittellinie, die Augen spiegeln sich genau über der Linie.
  • Minute 2: Kopf ruhig. Leg den Ball auf das Loch mit dem Ring „Motion Detector“. Achte darauf, dass deine Augen vor, während und nach dem Schlag an derselben Stelle im Spiegel bleiben. Schau erst hoch, wenn du nach dem Treffen bis zwei gezählt hast.
    Das trainierst du
    • Einen ruhigen Kopf im Treffmoment
    • Hilft gegen kurze Putts, die du mit dem Blick zum Loch verziehst
  • Minute 3: Schultern parallel. Leg den Ball auf das Loch am Rand der Platte und nimm deinen Stand ein. An den Linien „Shoulders Square“ siehst du, ob deine Schultern parallel zur Ziellinie stehen. Dann fünf Putts, ohne die Schulterlinie zu verlieren.
    Das trainierst du
    • Schultern, die den Putter auf der Linie führen
    • Weniger Putts, die schon links oder rechts starten
    Spiegel-Platte von oben. Ball und Putter liegen auf der Mittellinie, eine grüne Linie zeigt die Schultern parallel zur Ziellinie.

Gut so, wenn deine Augen bei vier von fünf Putts über der Linie stehen.

Station 2: Blaue Platte – der Treffmoment 3 Min.

Hier geht es um den Moment, in dem der Putter den Ball trifft: mittig auf der Schlagfläche und mit gerader Schlagfläche.

  • Minute 1 und 2: Putter-Tor. Richte die Platte auf dein Ziel in rund 2,5 Metern aus. Steck zwei Stifte so in die Schlitze „Putter Gate“, dass dein Putterkopf knapp dazwischen passt, und leg den Ball in die Aussparung. Putte zehn Bälle, ohne die Stifte zu berühren.
    Das trainierst du
    • Treffer im Sweet Spot statt an Spitze oder Ferse
    • Gleichmäßige Länge, weil mittige Treffer gleich weit rollen
    Blaue Platte von oben. Zwei Stifte stehen knapp neben Spitze und Ferse des Putters. Der Ball rollt von der Platte zum Ziel in 2,5 Metern.
  • Minute 3: Zwei-Ball-Übung. Ohne Ziel. Leg zwei Bälle in die Aussparungen „Two Ball Drill“ und putte beide zugleich. Steht die Schlagfläche im Treffmoment gerade, rollen beide Bälle gleich weit. Bleibt ein Ball zurück, war die Schlagfläche offen oder geschlossen. Fünf Durchgänge.
    Das trainierst du
    • Eine gerade Schlagfläche im Treffmoment
    • Sofortige Rückmeldung ohne Loch und ohne Linie
    Blaue Platte von oben mit zwei Bällen nebeneinander in der Aussparung am Rand, dahinter der Putter. Bei gerader Schlagfläche rollen beide gleich weit.
  • Steigerung ab der zweiten Woche: Ball-Tor. Statt der Zwei-Ball-Übung legst du den Ball auf das Loch hinten auf der Mittellinie und steckst zwei Stifte in die Löcher des Ball-Tors am anderen Ende. Putte den Ball durch dieses Tor.
    Das trainierst du
    • Die Startlinie: Der Ball rollt dort los, wohin du zielst
    Blaue Platte von oben. Der Ball liegt hinten auf der Mittellinie und rollt zwischen zwei Stiften am vorderen Rand hindurch zum Ziel.

Gut so, wenn acht von zehn Putts durch das Putter-Tor gehen, ohne einen Stift zu berühren.

Station 3: Gelbe Platte – Bahn und Länge 3 Min.

Hier geht es um die Bewegung selbst: auf welchem Bogen der Putter schwingt und wie weit du ausholst.

  • Zum Start, 15 Sekunden: Ballposition. Leg den Ball oberhalb der Kante der Platte, stell die Füße unterhalb der unteren Kante, die Platte liegt mittig zwischen deinen Füßen. So steht der Ball jeden Tag an derselben Stelle.
  • Bis Minute 1½: Bogen der Putterbahn. Setz die Ferse des Putters an die Kante der Platte, ausgerichtet an der Mittellinie, und leg den Ball vor den Sweet Spot. Mach fünf Probeschwünge entlang des aufgedruckten Bogens, dann fünf Putts.
    Das trainierst du
    • Ein Gefühl für die Form deiner Bewegung
    • Ein gleichmäßiger Bogen statt einer Bahn, die du mit den Händen korrigierst
    Gelbe Platte von oben. Der Putter schwingt auf einem leichten Bogen: im Rückschwung etwas nach innen, im Treffmoment gerade, danach wieder nach innen.
  • Bis Minute 3: Schlaglänge begrenzen. Leg den Ball in die Aussparung und steck einen Stift in das Loch auf der anderen Seite, hinter deinem Putter. Spiele Putts auf ein Ziel in 1,8 bis 2,4 Metern, ohne den Stift im Rückschwung zu treffen.
    Das trainierst du
    • Einen kurzen, festen Schlag statt langem Ausholen und Abbremsen
    • Hilft gegen kurze Putts, die du zu zaghaft triffst
    Gelbe Platte von oben mit einem Stift hinter dem Putter auf der Mittellinie. Er begrenzt das Ausholen, der Ball rollt zum Ziel in rund zwei Metern.
  • Steigerung ab der zweiten Woche: Release-Tor. Steck zwei Stifte so in das Release-Tor, dass sie zur Drehung deines Putters nach dem Treffen passen. Die Markierungen „RH“ und „LH“ stehen für Rechts- und Linkshänder. Beobachte, ob der Putterkopf so dreht, wie du es eingestellt hast.
    Das trainierst du
    • Eine gleichmäßige Drehung des Putterkopfs nach dem Treffen

Gut so, wenn du bei acht von zehn Putts den Stift nicht berührst.

Zum Schluss: Putts ohne Gerät ca. 1 Min.

Der wichtigste Teil. Leg die Platten zur Seite und putte drei Bälle zum Ziel: aus einem, zwei und drei Metern. Gleiche Routine, aber ohne Spiegel und ohne Stifte. Zähle, wie viele treffen oder knapp am Ziel liegen bleiben.

Putts ohne Gerät: drei Bälle in einem, zwei und drei Metern Entfernung vom Ziel, zum Beispiel einem Loch oder einem umgelegten Becher.

Achte dabei darauf, was sich schon sicher anfühlt und was noch nicht. Fühlt sich zum Beispiel die Länge unsicher an, startest du beim nächsten Mal an der gelben Platte.

Dein Wochenrhythmus

  • Woche 1: drei- bis viermal die Grundrunde wie oben, je neun Minuten plus die Putts ohne Gerät.
  • Woche 2: dieselbe Runde, an Station 2 und 3 mit den Steigerungen Ball-Tor und Release-Tor.
  • Ab Woche 3: An Tagen mit wenig Zeit reicht eine einzige Platte. Nimm die, bei der die Putts ohne Gerät am schlechtesten waren.
  • Vor der Runde: Zwei Minuten an der Spiegel-Platte, dann aufs Übungsgrün.

Dein Protokoll

Notiere nach jeder Runde dein Ergebnis an den drei Stationen und bei den Putts ohne Gerät.

Runde Spiegel
Augen über der Linie
Blau
Putter-Tor
Gelb
ohne Stift
Ohne Gerät
1 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3
2 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3
3 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3
4 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3
5 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3
6 __ von 5 __ von 10 __ von 10 __ von 3

Wenn es hakt

  • Du triffst im Putter-Tor immer wieder einen Stift. Genau diese Rückmeldung soll die Platte geben. Stell die Stifte eine Spur weiter, putte langsamer und stell sie dann wieder enger.
  • Bei der Zwei-Ball-Übung bleibt immer derselbe Ball zurück. Die Schlagfläche steht im Treffmoment schräg. Mach den Schlag kürzer und achte nur auf die Schlagfläche, nicht auf die Länge.
  • Drei Minuten reichen dir nicht. Nimm dir lieber eine Aufgabe je Station vor als alle im Eiltempo. Der Ablauf ist wichtiger als die Zahl der Putts.
  • Drinnen rollt der Ball zu weit. Rück das Ziel näher heran oder hol kürzer aus. Auf Teppich rollt der Ball oft schneller als auf dem Grün.

Der Plan ist ein Vorschlag und ersetzt keine Trainerstunde. Die Übungen folgen der Anleitung des Herstellers EyeLine Golf. Videos zu jeder Übung findest du über den QR-Code auf der Rückseite der Platten (englisch).

Mehr dazu: Putting Circuit Trainer im Shop · Indoor Putting Posts · Ratgeber: Putten üben zu Hause