Putting-Schiene, Spiegel oder Gates? Welche Putting-Trainingshilfe zu welchem Fehler passt (Vergleich 2026)
Welcher Putt-Fehler braucht welches Gerät? Spiegel, Schiene, Putt-Tore und Schablone im Vergleich, mit ehrlicher Antwort, wann ein günstiger Spiegel reicht.
Putting-Trainingshilfen gibt es in vier Bauarten: Spiegel, Schiene, Tore und Schablone. Sie werden alle am Boden neben oder vor dem Ball aufgebaut, prüfen aber ganz verschiedene Dinge. Wer die falsche kauft, übt fleißig an einem Fehler, den er gar nicht hat. Dieser Vergleich geht deshalb vom Fehler aus: Was passiert bei deinem Putt, und welche Putting-Trainingshilfe zeigt dir genau das?
Offen gesagt: Alle Geräte in diesem Artikel verkaufen wir selbst. Die Beschreibungen stützen sich auf die Angaben des Herstellers EyeLine Golf und auf unsere Produktseiten, gemessen haben wir nichts. Wo ein günstiger Spiegel reicht oder gar kein Gerät nötig ist, steht das dabei. Richtungsangaben gelten für Rechtshänder, Preise mit Stand 19.10.2026.
Kurzantwort: Ein Putting-Spiegel prüft, wie du am Ball stehst: Augen, Schultern und Schlagfläche. Eine Putting-Schiene wie die Edge Putting Rail 70° trainiert die Bahn des Putters im natürlichen leichten Bogen, Putt-Tore wie die Path Gates zeigen, ob der Ball auf deiner Linie startet und bei Break auf ihr bleibt. Für den reinen Setup-Check reicht ein Spiegel für 19,95 €, eine Kombination lohnt sich erst, wenn du zwei getrennte Fehler gefunden hast.
Vier Bauarten, kurz erklärt
- Putting-Spiegel: ein flacher Spiegel mit Linien, der unter dem Ball liegt. Beim Ansprechen siehst du, wo deine Augen stehen, ob die Schultern parallel zur Ziellinie liegen und wohin die Schlagfläche zeigt. Er prüft das Setup.
- Putting-Schiene: eine Führung neben dem Ball, an der der Putter entlangläuft. Sie gibt die Bahn des Schlägerkopfs vor.
- Putt-Tore (Gates): kleine Tore auf der Puttlinie, durch die der Ball rollen muss. Sie prüfen den Weg des Balls, nicht den Putter.
- Putt-Schablone: eine dünne Unterlage mit aufgedruckter Bahn. Tees begrenzen den Weg des Putters, ein Balltor prüft die Startrichtung.
Die Startlinie ist die Richtung, in die der Ball auf den ersten Zentimetern rollt. Der Lie-Winkel ist der Winkel zwischen Schaft und Boden, wenn die Sohle des Putters flach aufliegt.
Erst die Diagnose: Wo geht dein Putt verloren?
Ein Putt geht entweder in der Richtung oder in der Länge daneben. Bevor du ein Gerät kaufst, finde heraus, was bei dir überwiegt. Du brauchst deinen Putter, ein paar Bälle, zwei Stifte und zehn Minuten.
Test 1, Richtung oder Länge: Putte zehn Bälle aus drei Metern auf eine Münze. Notiere bei jedem Fehlversuch: links, rechts, zu kurz oder zu lang. Überwiegen die Längenfehler, hilft dir keines der Geräte aus diesem Vergleich als Erstes. Dann ist Tempotraining dran, Übungen stehen in Putten üben zu Hause.
Test 2, der Stand: Geh ins Setup, halte einen zweiten Ball an dein linkes Auge und lass ihn fallen. Landet er deutlich vor oder hinter dem Ball am Boden, stehen deine Augen nicht über der Linie. Das zeigt ein Spiegel am schnellsten.
Test 3, Bahn und Startlinie: Stell zwei Stifte links und rechts neben den Putterkopf, so eng, dass er gerade noch durchpasst. Berührst du sie oft, verlässt der Putter am Ball die Bahn. Startet der Ball trotz sauberer Bahn neben dem Ziel, liegt es meist an der Schlagfläche: Messungen mit Ball-Roll-Systemen ordnen ihr rund 83 % der Startrichtung zu, mehr dazu in Putten ausrichten: die 4 häufigsten Fehler.
Welcher Fehler, welches Gerät: die Entscheidungstabelle
| Was du beobachtest | Passendes Gerät | Warum |
|---|---|---|
| Augen stehen nicht über dem BallERSTER CHECK | Putting-Spiegel, der Longridge für 19,95 € reicht | Du siehst deine Augen direkt über oder neben der Linie |
| Schultern offen oder geschlossen | Groove PLUS, Groove mit Schulterspiegel oder Longridge | Spiegelfläche oder Zusatzspiegel reicht bis zu den Schultern |
| Schlagfläche zeigt im Stand am Ziel vorbei | Spiegel mit Linien, auf dem Platz der Ball Liner | Linien zeigen die Ausrichtung, die Linie auf dem Ball nimmt deine Zielrichtung mit auf den Platz |
| Kurze Putts starten neben der Linie, Ball nicht mittig getroffen | Groove oder Groove PLUS mit den Stäben | Tore direkt am Ball prüfen Startlinie und Treffpunkt |
| Putter wird gerade geführt, Bewegung wirkt eckig | Edge Putting Rail 70° | Die geneigte Schiene führt den Putter im natürlichen leichten Bogen |
| Rück- und Durchschwung ungleich lang | Edge Putting Rail 70° | Markierungen auf der Schiene zeigen die Schwunglänge |
| Bahn und Schlagfläche über den ganzen Schwung unsicher | Total Stroke Putting System | Tee-Tore entlang der Bahn melden jede Abweichung, ein Balltor prüft die Startlinie |
| Längere Putts mit Break verfehlen die Linie | Putting Path Gates 2.0 | Tore stehen auf der Linie des Balls, auch im Bogen, Zielpunkte verbinden Linie und Tempo |
| Ball bleibt zu kurz oder rollt zu weit | Kein Gerät aus diesem Vergleich, eher die Putting-Matte 3 m | Länge ist ein eigenes Thema, die Matte zeigt mit Fußmarken, wie weit der Ball rollt |
Putting-Spiegel: alles, was vor dem Schlag passiert
Das Problem kennt fast jeder: Du stehst gefühlt richtig und zielst trotzdem daneben. Den eigenen Stand siehst du nicht, der Spiegel unter dem Ball macht ihn sichtbar. Stehen die Augen über der Mittellinie, liegen die Schultern parallel, zeigt die Schlagfläche zum Ziel?
Unsere drei Spiegel unterscheiden sich darin, was du zusätzlich prüfen kannst:
- Longridge Tour Putting Mirror (19,95 €): Augen, Schulterlinie und Putterausrichtung im Stand. Keine Tore.
- Groove Putting Mirror (69,95 €, mit Schulterspiegel 79,95 €): Augen, Schlagfläche und Ballposition, dazu Schlitze für Tore. Mit den sechs Stäben übst du laut Hersteller Startlinie und Treffer im Sweet Spot. Passt in die Golftasche.
- Groove PLUS (99,95 €, 44 × 23 cm): zeigt zusätzlich die Schultern, ohne Zusatzteil. Ebenfalls mit Toren, eher für den festen Übungsplatz zu Hause.
Wo der Spiegel aufhört: Er zeigt die Haltung und mit Toren die ersten Zentimeter am Ball. Wie der Putter über den ganzen Schwung läuft und ob der Ball bei Break auf seiner Linie bleibt, zeigt er nicht. Mehr zur Wahl des Spiegels im Putting-Spiegel-Test 2026.
Putting-Schiene: die Bahn des Putters
Das Problem: Viele Golfer führen den Putter schnurgerade zurück und durch. Weil der Schaft schräg steht, müssen dafür die Hände nachhelfen, und das macht die Bewegung unruhig. Die Edge Putting Rail 70° soll dir stattdessen den natürlichen Bogen vermitteln.
Was „70°“ bei der Edge Putting Rail bedeutet
Die 70° sind die Neigung der Schiene. Laut Hersteller entspricht sie dem Lie-Winkel der meisten Putter. Weil der Putter auf dieser schrägen Ebene schwingt, läuft der Schlägerkopf von oben gesehen in einem leichten Bogen: im Rückschwung etwas nach innen, im Treffmoment gerade, danach wieder etwas nach innen. Du legst den Putter an die Schiene und lässt ihn an der Fläche entlanglaufen. So spürst du den Bogen und übst, die Schlagfläche gerade an den Ball zurückzubringen.
Markierungen auf der Schiene zeigen Schwunglänge und Drehung der Schlagfläche. Sie funktioniert drinnen und draußen, für Rechts- wie Linkshänder.
Für wen sie passt: wenn dein Putter in Test 3 die Stifte berührt oder du nicht weißt, wie sich ein Bogen anfühlen soll. Für wen nicht: Liegt das Problem im Stand, zuerst der Spiegel. Und wer mit seinem Trainer gezielt eine gerade Bahn übt, braucht keine Schiene für den Bogen.
Putting Path Gates: Startlinie, Break und Tempo
Das Problem: Du liest das Grün richtig, aber der Ball nimmt eine andere Linie, oder du weißt bei Break nicht, wo er losrollen muss. Genau dafür hat EyeLine Golf die Tore gebaut: Startlinie finden, treffen und sehen, wie der Ball zum Loch läuft.
Die Putting Path Gates 2.0 sind vier Tore von 2 bis 12 Zoll Breite (rund 5 bis 30 cm), kleine für kurze, große für lange Putts. Du markierst den Startpunkt, findest mit ein paar Putts die Linie für dein Tempo und stellst die Tore entlang dieser Linie auf. Auf jedem Tor sind Zielpunkte: der untere für mehr Tempo und weniger Break, der obere für weniger Tempo und mehr Break. Acht durchsichtige Füße für drinnen sind dabei.
Zur Einordnung: Die Tore zeigen, was der Ball tut, nicht was der Putter tut. Rollt der Ball am ersten Tor vorbei, stimmt die Startlinie nicht, aber du weißt nicht, warum. Deshalb passen sie gut zu einem Spiegel. Für kurze, gerade Putts reichen die Tore am Groove, die Path Gates sind für längere Putts und Break.
Total Stroke: Bahn und Schlagfläche als Schablone
Das Problem: Du willst über den ganzen Schwung sehen, welche Bahn der Putter nimmt und wie die Schlagfläche steht. Das Total Stroke Putting System, entwickelt mit Jon und Jim McLean, legt dir beides als Schablone auf den Boden.
Du richtest die Schablone mit den Zielpfeilen aus und puttest über ihr. Die Linien zeigen Bahn und Stellung der Schlagfläche. In die Aussparungen steckst du Tees, so eng, dass der Putter gerade noch durchpasst. Berührt er ein Tee, hat er die Bahn verlassen. Am Ende bilden Tees oder, drinnen, zwei Golfbälle ein Tor für den Ball. Es gibt eine Seite für Rechts- und eine für Linkshänder.
Schiene oder Schablone? Beide trainieren die Bahn. Die Schiene führt: Du spürst den Bogen, weil der Putter anliegt. Die Schablone begrenzt: Du merkst, wenn du sie verlässt, und stellst die Tees enger, wenn du besser wirst. Wer das Gefühl für den Bogen erst finden muss, nimmt die Schiene. Wer die Bewegung kontrollieren und die Startlinie mitprüfen will, die Schablone.
Günstiger Spiegel, Einzelgerät oder Set?
Wann du nichts davon brauchst
Waren deine Fehlversuche in Test 1 überwiegend zu kurz oder zu lang, liegt das Problem im Tempo. Übst du seltener als einmal pro Woche, ändert auch das beste Gerät wenig. Und zeigen die Tests kein klares Muster, sammle erst mehr Putts oder buch eine Stunde beim Pro. Fühlt sich dein Stand trotz Spiegel unbequem an, prüf zuerst die Putterlänge, das geht in zwei Minuten.
Wann der günstige Spiegel reicht
War Test 2 dein Problem und willst du vor allem die Haltung prüfen, reicht der Longridge Tour Putting Mirror für 19,95 €. Den Groove brauchst du, wenn du zusätzlich Startlinie und Treffpunkt auf kurzen Putts üben willst. Der Aufpreis bezahlt vor allem die Tore, also die Kontrolle der Bewegung und nicht nur der Haltung.
Wann eine Kombination sinnvoll ist
Zeigt die Diagnose zwei getrennte Fehler, deckt der Spiegel das Setup ab und das zweite Gerät die Bewegung. Die Sets wählst du auf der Seite des Spiegels im Feld „Set“:
| Kombination | Für diesen Fall | Set-Preis | Einzeln |
|---|---|---|---|
| Groove mit Putting-Schiene | Stand und Bahn des Putters | 109,90 € | 144,90 € |
| Groove mit Putt-Toren | Stand und Linie bei längeren Putts | 105,90 € | 129,90 € |
| Groove PLUS mit Putt-Schablone | Stand mit Schultern, Bahn und Schlagfläche | 139,90 € | 174,90 € |
| Groove PLUS mit Putt-Toren | Stand mit Schultern, Linie und Tempo | 135,90 € | 159,90 € |
| Putting-StartersetBEI DREIPUTTS | Groove, Ball Liner und Matte 3 m: Richtung und Länge | 149,95 € | 179,85 € |
In den Groove-Sets steckt der Spiegel ohne Schulterspiegel. Einzelpreise: Edge Putting Rail und Total Stroke je 74,95 €, Path Gates 59,95 €, Matte 3 m 89,95 €, Ball Liner 19,95 €. Stand 19.10.2026.
Kauf nicht drei Geräte auf einmal. Ein Fehler nach dem anderen, jeweils zwei bis drei Wochen mit kurzen Einheiten, bringt mehr als alles gleichzeitig. Ein Ergebnis kann dir dabei niemand seriös versprechen.
Ab Lager Deutschland, Lieferung in der Regel in 2–3 Werktagen, innerhalb Deutschlands versandkostenfrei ab 50 €.
Häufige Fragen zu Putting-Trainingshilfen
Welche Putting-Trainingshilfe ist die beste?
Die, die zu deinem Fehler passt. Stehst du nicht richtig am Ball, ein Spiegel. Läuft der Putter unruhig, eine Schiene oder Schablone. Verfehlt der Ball bei längeren Putts die Linie, Putt-Tore. Die drei Tests oben zeigen in zehn Minuten, was bei dir zutrifft.
Was bedeutet 70° bei einer Putting-Schiene?
Die Zahl ist die Neigung der Schiene. Bei der Edge Putting Rail entspricht sie laut Hersteller dem Lie-Winkel der meisten Putter, also dem Winkel zwischen Schaft und Boden. Auf dieser schrägen Ebene läuft der Putter in einem leichten Bogen, und die Schiene führt ihn genau so.
Brauche ich eine Putting-Schiene, wenn ich schon einen Putting-Spiegel habe?
Nur, wenn die Bahn des Putters dein Problem ist. Der Spiegel prüft den Stand und mit Toren die ersten Zentimeter am Ball, nicht den ganzen Schwung. Berührt dein Putter beim Test mit zwei Stiften regelmäßig einen davon, ist die Schiene die sinnvolle Ergänzung.
Was ist der Unterschied zwischen Putting Gates und den Toren am Groove Mirror?
Die Tore am Groove sitzen direkt am Ball und prüfen Startlinie und mittigen Treffer. Die Path Gates stehen auf der Linie des Balls, auch über mehrere Meter und im Bogen bei Break. Ihre Zielpunkte zeigen zusätzlich, wie Tempo und Break zusammenhängen.
Kann ich mit Schiene, Toren und Spiegel zu Hause üben?
Ja. Die Edge Putting Rail ist laut Hersteller für drinnen und draußen gemacht, die Path Gates haben Füße für den Teppich, beim Total Stroke liegen Stifte für drinnen bei. Für das Längengefühl hilft eine Matte mit Marken, siehe Putten üben zu Hause.
Sind die Trainingshilfen auch für Linkshänder geeignet?
Groove, Groove PLUS und Edge Putting Rail sind laut Hersteller für Rechts- und Linkshänder gemacht. Das Total Stroke hat eine eigene Seite für Linkshänder. Die Path Gates stehen auf der Linie des Balls und hängen nicht davon ab, mit welcher Hand du spielst.
Fazit
Spiegel, Schiene, Tore und Schablone prüfen verschiedene Teile desselben Putts: der Spiegel den Stand, die Schiene die Bahn des Putters, die Tore die Linie des Balls, die Schablone Bahn und Schlagfläche. Fang mit der Diagnose an, nicht mit dem Kauf. Für die meisten Golfer ist ein Spiegel der erste Schritt, für den reinen Setup-Check reicht der günstige. Ein zweites Gerät lohnt sich erst bei einem zweiten, klar erkennbaren Fehler, dann sind die Sets am Groove und am Groove PLUS günstiger als zwei Einzelkäufe. Alle Geräte findest du unter Trainingshilfen.
Frank Schmolz